Haus St. Gabriel

Das Haus St. Gabriel ist eine Einrichtung der Caritas in Maria Enzersdorf in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene Asylwerbende Unterkunft, Beratung und Betreuung finden. Sie leben dort während der Dauer ihres Asylverfahrens, d.h. während darüber entschieden wird, ob sie Asyl bekommen und damit als anerkannte Flüchtlinge in Österreich bleiben dürfen. 

St. Gabriel  ist ein Melting-Pot, in dem VertreterInnen der großen Welt auf kleinem Raum zusammen leben und gemeinsam essen. Die Speisen werden von einem afghanischen Koch, der bei der Caritas angestellt ist, gemeinsam mit jugendlichen BewohnerInnen zubereitet. Auf dieser Grundlage enstand die Idee für das Projekt Topfreisen, denn Essen macht Freude und bringt Menschen zusammen!

Leben in St. Gabriel

Aufgrund widriger Umstände fernab der ursprünglichen Heimat Zuflucht zu suchen und ein neues Leben anfangen zu müssen, das bedarf Mut und Kraft. Die Ungewissheit über den Ausgang des Asyverfahrens und somit eine mögliche Zukunft in Österreich, ist oft zermürbend und verlangt viel Geduld und Durchaltevermögen. Abwechslung vom Alltag und Unterstützung von Außen sind sehr willkommen, um diese Zeit gut zu überstehen.

Das Haus St. Gabriel besteht aus einer Erwachseneneinrichtung sowie einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie bietet Leistungen, die nach der häufig gefährlichen Reise aus den Herkunftsländern und den oftmals schrecklichen Erlebnissen vor und während der Flucht, "Normalität", also ein menschenwürdiges Leben in Frieden ermöglichen sollen.

Durch spezifische (therapeutische) Beschäftigungsangebote erfolgt eine Strukturierung des Tagesablaufes. Zusätzlich finden Deutschkurse im Haus statt und es stehen auch Angebote im sportlichen Bereich zur Verfügung. Für Kinder gibt es das Projekt "Heilen durch Spiel", bei dem dramatische Erfahrungen spielerisch dargestellt und verarbeitet werden können. (Quelle)

Trotz aller Bemühungen der engagierten Einrichtungen und BetreuerInnen, gestaltet sich der Alltag für Asylwerbende schwierig, da es für sie kaum möglich ist ein sinnstiftendes oder selbstbestimmtes Leben zu führen. Einen Einblick in das Leben der Asylwerbenden von St. Gabriel finden Sie in Texten, die in einem Theaterprojekt von BewohnerInnen, BetreuerInnen und UnterstützerInnen erstellt wurden:

Topfreisen ermöglicht den Asylwerbenden sich sinnvoll zu beschäftigen und zugleich eine wertvolle Leistung für anderen Menschen zu erbringen. Wir bündeln das Know-How und Potential der in St. Gabriel untergebrachten Personen und unterstützten sie dabei, sich selbst zu helfen und ihren Alltag mit Sinn zu erfüllen. Das Kennenlernen, respektvoller Umgang und ein gemeinsames Miteinander in gutem Einvernehmen stehen dabei im Vordergrund.

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